Am Freitag geht sie wieder los, die Bundesliga startet in ihre 48.Saison. Immer dabei war nur einer – der HSV! Und eines vorweg: es wird so bleiben. Dennoch habe ich für Euch in die magische Zauberkugel geschaut und verrate exklusiv, was bis zur Winterpause rund um den HSV alles passiert:
August 2010
Das mit viel Spannung erwartete Aufeinandertreffen von Ruud van Nistelrooy und Raul (oder besser HSV vs. Schalke) kann der HSV für sich entscheiden und legt auch beim Auswärtsspiel in Frankfurt nach. 6 Punkte aus zwei Spielen bedeuten einen Traumstart, für Unruhe sorgt aber erneut Eljero Elia, der gegen Frankfurt auf der rechten Seite ran musste, was er gar nicht mag. In der Öffentlichkeit forciert er einen Wechsel zu Juventus Turin, da seine Oma in Italien lebt. Parallel begrüßt Milliardär Klaus-Michael Kühne Elias Wechselabsichten und hofft im Gegensatz Rafael van der Vaart zurückzuholen. Der könne ja auch seine Großmutter wiederum mitbringen, um die notwendige Logistik kümmert sich Kühne höchst persönlich. HSV-Sportchef Bastian Reinhardt bleibt gelassen und standhaft, eben eine gute deutsche Eiche, wie er auch als Spieler war.
September 2010
Der September beginnt mit einem Schock. Zwei Nationalspieler kehren mit schweren Verletzungen von Länderspielreisen zurück, zudem verspätet sich Paolo Guerrero aus noch unerklärlichen Gründen. Dennoch gelingt dem HSV gegen den Club ein Dreier, sodass der HSV als Tabellenführer zum Stadt-Derby reist. Die ganze Stadt ist elektrisiert, doch leider bleibt der Gästeblock am Millerntor größtenteils leer. Im Chaos um die Vergabe der Gästekarten hat der Ticketing-Server scheinbar nur Falschbestellungen ausgeworfen. Und so gibt es im Derby auch gleich den ersten Rückschlag und nur mit viel Müh und Not kann der HSV einen Punkt erkämpfen. David Jarolim schimpft nach dem Spiel: “Einige bei uns dachten wohl es geht jetzt alles von alleine!”
Doch seine Worte scheinen nicht registriert zu werden, denn auch gegen den VfL Wolfsburg tut sich der HSV – wie immer – schwer und kassiert die erste Niederlage der Saison, ausgerechnet in einem Heimspiel. Das Hamburger Boulevard titelt vor dem anstehenden Nordderby gegen Werder Bremen nun sogar schon von einem Schicksalsspiel für Armin Veh. Dazu kommt es dann aber nicht, der HSV erkämpft im Weserstadion ein Remis durch ein Joker-Tor von Mladen Petric, der aber alles andere als glücklich darüber ist, nur noch von der Bank ins Spiel zu kommen.
Oktober 2010
Nach Siegen gegen Kaiserslautern und beim bislang noch sieglosen FSV Mainz 05 kommt es zum großen Show-Down gegen Bayern München im Volkspark. Auch hier kann der HSV drei Punkte einfahren durch zwei tolle Treffer von Ruud van Nistelrooy. Wenige Tage später erledigt der HSV die Pflichtaufgabe im DFB-Pokal beim TuS Koblenz souverän, allerdings verletzt sich Ruud van Nistelrooy und fällt bis zur Winterpause aus. Schade, denn der Niederländer führte bis hierhin die Torschützenliste der Liga an. Sportchef Bastian Reinhardt schüttelt nur ungläubig den Kopf und spricht von einer “HSV-Seuche”. Mladen Petric hingegen wirft seine Abwanderungsgedanken ad acta und ist fortan im Sturm gesetzt.
Die Verletzung von van Nistelrooy scheint aber auch die Mannschaft aus der Bahn zu werfen und so setzt es beim Tabellenletzten FC Köln – im ersten Spiel mit Lothar Matthäus als neuem FC-Trainer – eine bittere Pleite.
November 2010
Eine sogenannte “Glücksfee” lost das Achtelfinale im DFB-Pokal. Von Glück kann aber kaum die Rede sein, denn der HSV muss kurz vor Weihnachten zu den Bayern. In der Bundesliga nimmt der HSV dagegen wieder Fahrt auf und besiegt 1899 Hoffenheim. Unruhe gibt es aber erneut im Umfeld, denn Keeper Frank Rost stenkert gegen einige Kollegen öffentlich auf seiner Homepage; sie hätten beim gemeinsamen Kinoabend zu laut mit dem Popcorn geknistert. Armin Veh reagiert auf die öffentliche Rost-Schelte und bringt im Spiel in Dortmund Drobny, der mit starken Paraden einen Punkt rettet. Eine Woche später kann aber auch Drobny in Hannover nicht die Niederlage des großen HSV verhindern, weil Hannover unser Angstgegner ist. Ist einfach so. Zum Monatsende gibt es dann aber wieder einen Heimsieg gegen den VfB Stuttgart.
Dezember 2010
Der Dezember läuft in der Bundesliga dagegen wenig optimal. In Freiburg kann der HSV nur einen Punkt holen und das Top-Spiel gegen Bayer Leverkusen endet enttäuschend torlos. Bei Minusgraden im Volkspark sehen die Zuschauer einen ganz schwachen Kick und warm wird wahrlich niemandem. Noch schlimmer wird es dann aber in Gladbach, wo der HSV genauso traditionell wie in Hannover verliert und damit den Anschluss an die absolute Tabellenspitze ein wenig verliert. Mit 28 Punkten ist die Hinrunde dennoch gut gelaufen und der HSV ist auf Europacup-Kurs. Bernd Hoffmann spricht von einer historischen Chance, die sich dem HSV in dieser Saison bietet.
Kurz vor Weihnachten kommt es dann nochmal zum absoluten Highlight, denn der HSV muss im Achtelfinale des DFB-Pokals in der Allianz-Arena antreten. Nach spannenden 90 Minuten geht es in die Verlängerung, dessen Ausgang ich in der Zauberkugel aber leider nicht mehr erkennen konnte. Der Schneefall in München war einfach zu stark und ein wenig Spannung muss ja auch noch bleiben…
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