Bitter.

leer

Gestern war einer der bittersten Tage meines Fan-Lebens. Dann, wenn du in einem Spiel die Hoffnung verlierst. Dann, wenn selbst der optimstischste aller Fans nicht mehr an die eigene Mannschaft glaubt.

Gestern war es spätestens nach 58 Minuten soweit. Spätestens da hatte dann jeder erkannt, dass der HSV an diesem Tag ein Debakel erleben würde. Spätestens da glaubte niemand mehr an eine furiose Aufholjagd.

Ab da wird das Stadion immer leerer. Ich kann die Leute verstehen, die dann gehen und vor dem Erlebten flüchten.

Es gibt aber Fans, die selbst in solchen Momenten stark bleiben und die Niederlage über sich ergehen lassen. Und dann stehst du da und um dich herum wird es immer leerer. Du selbst sagst gar nichts mehr, schaust mit leerem Blick auf den Rasen. Was da passiert kriegst du gar nicht mehr richtig mit. Ob 0:4 oder 0:5 ist doch völlig egal. Du bist wie paralysiert. Vielleicht schaffst du es noch ungläubig mit dem Kopf zu schütteln. Du kommst dir vor, wie der letzte Idiot, der einer verlorenen Liebe hinterhertrauert. Du fragst dich, warum du dir das antaust.

Und dennoch weißt du, dass du nächstes Mal wieder hingehst.

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