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Auf den Spuren von Albert Streit…

Was haben Mickael Tavares, Marcel Ndjeng, Michael Gravgaard, Anton Putsila oder Vadis Odjidja-Ofoe gemeinsam? Richtig. Sie wurden alle vom HSV jeweils in einer Winterpause verpflichtet. Und ihr sportlicher Erfolg in Hamburg hielt sich in Grenzen! Ihr wollt noch mehr? Hier die ultimativen Winterflops: Albert Streit oder Ailton!

Wer sich in den letzten Tagen in Anbetracht solcher Erinnerung voller Freude vor den Transferticker gesetzt hat, dürfte dann aber enttäuscht gewesen sein. Denn der HSV spielte in dieser Wechselperiode gar keine Rolle, war mucksmäuschen still. Hallo? Wie langweilig ist das denn? Die Sportmanager spielen verrückt und der HSV macht nicht mit.

Aber warum eigentlich? Hat dieser HSV-Kader nicht schon oft genug bewiesen, dass er nicht mithalten kann? Muss ein Frank Arnesen nicht dringend nachrüsten? Immerhin drückt doch an einigen Stellen merklich der Schuh, insbesondere in der kreativen Spieleröffnung.

Das mag alles richtig sein. Nur kriegt man insbesondere im Winter eher nicht die erhofften Verstärkungen auf dem Tablett angeboten – oder nur zu horrenden Preisen. Die Vergangenheit hat doch – wie oben angedeutet – gezeigt, dass im winterlichen Transfermarkt nicht viel zu holen ist. Und gerade einen Spieler für die offensiv-kreative Lücke wird man nur schwerlich unter der Saison verpflichten können. Oder eben nur für ganz viel Geld. Und gerade da sollte man bedenken, dass der HSV ganz klamm bei Kasse ist.

Frank Arnesen tut also Recht daran, dass er im Winter nichts getan hat. Und er setzt damit ein gutes Zeichen an die Mannschaft: ich vertraue Euch! Von solchen Vertrauensbekundungen mögen zum Beispiel die Wolfsburger Spieler bei Transferkönig Magath wohl nicht mal träumen. Aber auch Frank Arnesen wird wissen, dass der HSV zur neuen Saison an der einen oder anderen Stelle nachbessern muss. Bis dahin wird er darauf setzen, dass der jetzige Kader die Klasse hält. Denn dazu sollte er stark genug sein (oder andere noch schwächer). Doch spätestens im Sommer dürften dann auch die HSV-Fans wieder mit Spannung den Transferticker betrachten.

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Lehren aus der BVB-Lektion

bvb

Normalerweise schwindet nach einer Niederlage die schlechte Laune nach wenigen Tagen und spätestens am Mittwoch schaut der HSV-Fan wieder optimistisch und voller Vorfreude aufs kommende Wochenende. Nach dem 1:5-Debakel gegen den BVB ist das bei mir anders. Diese Niederlage war zu heftig, als dass ich zur Normalität übergehen kann. So sehr hatte ich mich auf den Rückrundenstart gefreut, um so größer ist nun die Enttäuschung. Fünf Gegentreffer in einem Heimspiel – das hatte ich nun auch noch nicht erlebt.

Thorsten Fink hatte in seinem persönlichen Hinrunden-Fazit immer betont, dass er bislang keine Mannschaft gesehen habe, die besser gewesen sei als der HSV. Spätestens am Sonntag dürfte er sie entdeckt haben. Und der BVB war mehr als eine Klasse besser! Kam der HSV-Optimismus also zu früh? Immerhin hatte der HSV unter Fink eher gegen schwächere Gegner gespielt, die großen Kaliber waren ja vor seiner Zeit. Trügt also der Schein, dass der HSV sich unter Fink verbessert hat?

Ich glaube nein. Wobei wir eine definitive Antwort auf diese Frage auch erst in den nächsten Wochen erwarten können. Aber man sollte nach dieser deftigen Klatsche nicht alles schwarz malen. Der HSV hat gegen den BVB einen entscheidenden Fehler gemacht: er wollte – gemäß Finks Parole – das Spiel selbst machen und sich nicht nach dem Gegner richten. So löblich diese Einstellung auch sein mag – gegen den BVB flog der HSV (und Fink) damit auf die Fresse. Denn die Dortmunder mussten nichts weiter machen, als den HSV früh zu attackieren, so zu Fehler (Kacar) zwingen, um dann schnell nach vorne zu spielen. So kam der HSV nie zu seinem Spiel! Fink wird daraus hoffentlich lernen. Lernen, dass seine Mannschaft noch nicht so weit ist, um gegen einen Gegner wie den BVB dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. Dass mag vielleicht gegen Augsburg oder Hannover gelingen, aber nicht gegen den BVB. Und auch nicht gegen die Bayern in zwei Wochen!

Vielleicht hat Fink seiner Mannschaft auch zu viel zugetraut, dachte sie sei schon weiter. Wo wir bei der Erwartungshaltung wären. Diese ist in Hamburg – traditionell – wohl schon wieder etwas zu hoch geraten. Da waren ja nicht wenige, die noch in Richtung Platz 6 geschielt hatten. Und das ist – das wissen wir spätestens seit Sonntag – pure Träumerei. Der HSV kann froh sein, wenn er frühzeitig die Klasse sichert. Mehr wohl nicht. Weiter ist diese Mannschaft noch nicht.

Dass jetzt nach der ersten Niederlage nach 8 Spielen schon wieder die Angst vor einem erneuten Fehlstart umgeht, zeigt die Schnelllebigkeit des Fußballs. Letzte Woche noch top, jetzt flop! So schnell kann es gehen. Beim HSV sollten sie – und das machen sie auch richtig – zunächst einmal Ruhe bewahren. Wir wissen nun, dass wir mit den Spitzenteams nicht mithalten können. Der BVB hat uns das eindrucksvoll gezeigt. Das Spiel in Berlin wird zeigen, wo wir wirklich stehen. Und ob wir uns um die „Wundertüte HSV“ auch in 2012 Sorgen machen müssen.

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Bitter.

leer

Gestern war einer der bittersten Tage meines Fan-Lebens. Dann, wenn du in einem Spiel die Hoffnung verlierst. Dann, wenn selbst der optimstischste aller Fans nicht mehr an die eigene Mannschaft glaubt.

Gestern war es spätestens nach 58 Minuten soweit. Spätestens da hatte dann jeder erkannt, dass der HSV an diesem Tag ein Debakel erleben würde. Spätestens da glaubte niemand mehr an eine furiose Aufholjagd.

Ab da wird das Stadion immer leerer. Ich kann die Leute verstehen, die dann gehen und vor dem Erlebten flüchten.

Es gibt aber Fans, die selbst in solchen Momenten stark bleiben und die Niederlage über sich ergehen lassen. Und dann stehst du da und um dich herum wird es immer leerer. Du selbst sagst gar nichts mehr, schaust mit leerem Blick auf den Rasen. Was da passiert kriegst du gar nicht mehr richtig mit. Ob 0:4 oder 0:5 ist doch völlig egal. Du bist wie paralysiert. Vielleicht schaffst du es noch ungläubig mit dem Kopf zu schütteln. Du kommst dir vor, wie der letzte Idiot, der einer verlorenen Liebe hinterhertrauert. Du fragst dich, warum du dir das antaust.

Und dennoch weißt du, dass du nächstes Mal wieder hingehst.

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Das war wohl nix

Scheiß Wetter, scheiß Spiel. Aber bis zum Ende tapfer im Stadion geblieben.
Willkommen in 2012!!!

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Live vom HSV-BVB-Fanfrühstück.

Endlich wieder Bundesliga! Endlich wieder HSV! Was will Mann mehr, als bei diesem traumhaften Wetter wieder ins Stadion zu gehen?

Spiele gegen den BVB sind für mich immer etwas Besonderes – weil ich sehr viele Freunde im BVB-Lager haben. Drei dieser Freunde sind dieses Wochenende bei mir zu Gast. Und nachdem wir gestern jenseits aller Fußballrivalitäten gefeiert haben, sitzen wir nun am Frühstückstisch, genießen schon wieder das nächste Bier und philosophieren über das heutige Spiel. Und die Erwartungen sind natürlich völlig unterschiedliche.

Frage an BVB-Fan Malte: “Wie geht das Spiel heute aus?” – “1:4,” antwortet der Borusse ganz ohne Arroganz. Ob sein neongelbes Trikot gar nicht blendet? BVB-Fan Hannes ist da etwas konkreter: “Ich glaube, dass es 1:0 ausgeht. Ich weiß nur noch nicht für wen.” Na, wenn das mal nicht eine verbindliche Aussage ist. Die Dortmunder waren schon immer ganz helle Köpfchen.

Die Erinnerungen an selbige Partie im letzten Jahr kommen natürlich wieder hoch. Ich erinnere mich noch genau: Da machte der HSV 90 Minuten lang das Spiel, dominierte den BVB nach Belieben und kassierte in der letzten Minute doch noch den glücklichen Ausgleichtreffer. Oder hat das jemand anders gesehen? BVB-Fan Ssssoegel schreitet ein: “Ihr Hamburger seid doch alle ahnungslos!” Nunja, so gehen die Meinungen halt auseinander!

Ich halte natürlich auch in 2012 die Hamburger Fahnen hoch und setze auf einen 2:1-Sieg unseres HSV! Und den entscheidenen Treffer macht…

ROBERT TESCHE!

Nur der HSV!

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