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Bitter.

leer

Gestern war einer der bittersten Tage meines Fan-Lebens. Dann, wenn du in einem Spiel die Hoffnung verlierst. Dann, wenn selbst der optimstischste aller Fans nicht mehr an die eigene Mannschaft glaubt.

Gestern war es spätestens nach 58 Minuten soweit. Spätestens da hatte dann jeder erkannt, dass der HSV an diesem Tag ein Debakel erleben würde. Spätestens da glaubte niemand mehr an eine furiose Aufholjagd.

Ab da wird das Stadion immer leerer. Ich kann die Leute verstehen, die dann gehen und vor dem Erlebten flüchten.

Es gibt aber Fans, die selbst in solchen Momenten stark bleiben und die Niederlage über sich ergehen lassen. Und dann stehst du da und um dich herum wird es immer leerer. Du selbst sagst gar nichts mehr, schaust mit leerem Blick auf den Rasen. Was da passiert kriegst du gar nicht mehr richtig mit. Ob 0:4 oder 0:5 ist doch völlig egal. Du bist wie paralysiert. Vielleicht schaffst du es noch ungläubig mit dem Kopf zu schütteln. Du kommst dir vor, wie der letzte Idiot, der einer verlorenen Liebe hinterhertrauert. Du fragst dich, warum du dir das antaust.

Und dennoch weißt du, dass du nächstes Mal wieder hingehst.

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Das war wohl nix

Scheiß Wetter, scheiß Spiel. Aber bis zum Ende tapfer im Stadion geblieben.
Willkommen in 2012!!!

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Live vom HSV-BVB-Fanfrühstück.

Endlich wieder Bundesliga! Endlich wieder HSV! Was will Mann mehr, als bei diesem traumhaften Wetter wieder ins Stadion zu gehen?

Spiele gegen den BVB sind für mich immer etwas Besonderes – weil ich sehr viele Freunde im BVB-Lager haben. Drei dieser Freunde sind dieses Wochenende bei mir zu Gast. Und nachdem wir gestern jenseits aller Fußballrivalitäten gefeiert haben, sitzen wir nun am Frühstückstisch, genießen schon wieder das nächste Bier und philosophieren über das heutige Spiel. Und die Erwartungen sind natürlich völlig unterschiedliche.

Frage an BVB-Fan Malte: “Wie geht das Spiel heute aus?” – “1:4,” antwortet der Borusse ganz ohne Arroganz. Ob sein neongelbes Trikot gar nicht blendet? BVB-Fan Hannes ist da etwas konkreter: “Ich glaube, dass es 1:0 ausgeht. Ich weiß nur noch nicht für wen.” Na, wenn das mal nicht eine verbindliche Aussage ist. Die Dortmunder waren schon immer ganz helle Köpfchen.

Die Erinnerungen an selbige Partie im letzten Jahr kommen natürlich wieder hoch. Ich erinnere mich noch genau: Da machte der HSV 90 Minuten lang das Spiel, dominierte den BVB nach Belieben und kassierte in der letzten Minute doch noch den glücklichen Ausgleichtreffer. Oder hat das jemand anders gesehen? BVB-Fan Ssssoegel schreitet ein: “Ihr Hamburger seid doch alle ahnungslos!” Nunja, so gehen die Meinungen halt auseinander!

Ich halte natürlich auch in 2012 die Hamburger Fahnen hoch und setze auf einen 2:1-Sieg unseres HSV! Und den entscheidenen Treffer macht…

ROBERT TESCHE!

Nur der HSV!

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“Kein Zwanni für nen Steher” – Diskussion um Ticketpreise

geld

HSV gegen BVB – für mich gehört das immer mit zu den besten Spielen der Saison. Auf diese Begegnungen freue ich mich riesig – auch weil hier zwei fanstarke Traditionsvereine aufeinander treffen. Wenn der HSV gegen den BVB spielt ist eigentlich auch in den Fankurven immer mächtig viel los. Am Sonntag könnte das ein wenig anders sein, denn etliche aktive BVB-Fans wollen das Spiel boykottieren – wegen zu hoher Eintrittspreise. Und die Hamburger Kollegen der CFHH wollen sich zumindest mit einem Stimmungsboykott in den ersten zehn Minuten der 2. Halbzeit solidarisch zeigen.

Dahinter steht das Bündnis “Kein Zwanni für nen Steher“, welches vor knapp 1,5 Jahren erstmals zum Ruhderby Schalke-BVB in Erscheinung trat. Gegründet von Dortmundern haben sich mittlerweile immer mehr Fanclubs mit der Faninitiative verbündet, um auf zu hohe Eintrittspreise bei Bundesliga-Spielen hinzuweisen.

Eines vorweg: Das “Problem” der hohen Eintrittspreise ist mit Sicherheit kein exklusives Hamburger Phänomen, sondern in allen Bundesligastadien anzutreffen – besonders wenn Top-Mannschaften wie der BVB oder Bayern kommen. Dann gibt es gerne den Topspiel-Zuschlag oder gar den Top-Topspiel-Zuschlag. Das kann man wirklich bei jedem Verein beobachten. Dennoch gehört der HSV bestimmt zur Ligaspitze, was das Eintrittspreis-Niveau betrifft – und daher “trifft” es ein Spiel mit HSV-Beteiligung auch nicht ganz zu unrecht.

Gegen den BVB liegen die Eintrittspreise zwischen 19 und 84 Euro. Ganz schön viel Geld für 90 Minuten Fußball. Und dass 84 Euro für eine Karte pervers sind, sollte eigentlich jedem klar sein. Doch wo ist die Grenze? Ist denn 75 Euro in Ordnung? 60? Was ist ein gutes Gradmaß? Volkswirte würden sagen, der optimale Preis bildet sich durch Angebot und Nachfrage. Und da die Nachfrage nach Fußball-Bundesliga immer noch so hoch ist, gehen auch die Preise – rein volkswirtschaftlich gesehen! – ebenfalls nach oben. Die ausverkauften Stadien bestätigen das.

Und auch gegen den BVB wird es wieder voll sein. Weil sich trotz Boykott immer noch reichlich Fans finden, die diese Preise zahlen. Ich erinnere mich noch an die gleiche Begegnung im letzten Frühjahr, der BVB stand damals bekanntlich kurz vorm Gewinn der Meisterschaft. Damals baten mich etliche BVB-Fans um Unterstützung, wie sie an Tickets kommen können. Und die hätten alles bezahlt!

Und aus Vereins-Sicht? Bundesligisten sind schließlich keine caritativen Einrichtungen. Wieso sollte der HSV also z.B. auf mögliche Einnahmequellen verzichten, wenn er das Stadion auch so vollkriegt? Das wäre betriebswirtschaftlicher Unsinn!

Machen die Bundesligisten also aus ihrer Sicht nicht alles richtig? NEIN! Denn Fußball ist für die Fans mehr als ein Geschäft. Bei Fußball zählen keine volks- und betriebswirtschaftlichen Gesetze, weil die “Kunden” (=Fans) auch nicht nach diesen Gesetzen handeln. Denn hier ist Liebhaberei im Spiel. Die Fans sind so sehr emotional mit ihrem Verein verbunden, dass die Mehrheit auch weiterhin kauft: Karten, Trikots, Fanartikel – egal wie weit sich die Preisspirale auch drehen mag. Weil die Fans eben “vernarrt” in ihren Verein sind. Das kann im Einzelfall gefährlich werden, wenn der Fan “über seinen Verhältnissen” weiterhin zum Fußball geht. Und gerade hier sind die Bundesligisten in der Pflicht auch ihrer gesellschaftlichen Rolle gerecht zu werden.

Die Dortmunder Initiative ist also zu begrüßen – auch wenn der Boykott in meinen Augen nicht viel bringen wird. Denn: Das Stadion wird trotzdem voll sein. So wird man vielleicht in den Medien entsprechende Notizen lesen, vielleicht zeigt die Sportschau auch ein paar Bilder von boykottierenden Fans  – das wird es aber auch gewesen sein. Die Diskussionen um Fan-Gewalt und Pyro sind für die Presse aktuell viel interessanter. Da geht diese Aktion unter, auch wenn sie in ihren Grundgedanken richtig ist.

Die Vereine sind hier gefragt. Und da wünsche ich mir vom HSV mehr Initiative. Wir haben ja einen Vorstand für Mitgliederbelange, der frisch im Amt bestätigt wurde. Herr Scheel, bei diesem Thema sind sie gefragt! Und auch für den Supporters Club muss das ein entscheidenen Thema der Zukunft sein! In meinen Augen ist das viel wichtiger als für eine Legalisierung von Pyrotechnik zu kämpfen!

Übrigens: Die Heimspiele gegen Bayern und Werder sind noch nicht ausverkauft und gehen in den freien Verkauf. Das gab es früher bei diesen Begegnungen nicht! Die Vereine sollten einmal drüber nachdenken…

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Kurz&Knapp

Klicktipp: Das Stadion füllt sich

Das Internet ist herrlich. Auch wegen seiner vielen, kleinen Schätze. Einen davon entdeckte ich heute im Blog chhahh.net. Der Autor kombiniert dort seine Hobbies HSV und Fotografie.

Heraus kommt ein eindrucksvolles Video unseres Stadions. Am “Catwalk” hängt eine Kamera und schießt alle 10-Sekunden ein Bild. Dadurch entsteht dieses tolle Video:

Es handelt sich im Übrigen um die Partie HSV-Schalke im Oktober 2011.

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