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Das Hamburger Trainer-Karussell

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Seit Huub Stevens: Nur Jol, Fink und Labbadia absolvierten eine volle Saison

Im Sommer 2008 übernahm beim Hamburger SV ein Niederländer den Trainerposten eines Landsmannes. Martin Jol folgte auf Huub Stevens, der zuvor eine volle Saison als HSV-Trainer erreicht hatte. Seitdem schafften es nur drei Trainer – Jol war einer davon –, eine gesamte Bundesliga-Saison zu überstehen: Die anderen beiden waren Bruno Labbadia und Thorsten Fink. Jol war einer der wenigen Trainer, mit dem der Verein wohl gerne weitergemacht hätte. Unter ihm hatte der HSV den besten Punkteschnitt der letzten zehn Jahre – abgesehen von Interimstrainer Frank Arnesen, dem in seinem einzigen Spiel ein Sieg gelang. Nach nur einer Saison kam es jedoch aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen in Sachen Zukunftsplanung zur vorzeitigen Vertragsauflösung. Jol wechselte zu Ajax Amsterdam und Bruno Labbadia wurde als Nachfolger präsentiert. Labbadias erster Anlauf endete jedoch noch Ende April 2010, woraufhin Ricardo Moniz – ein weiterer Niederländer – bis zum Saisonende übernahm. Fast fünf Jahre später war der ehemalige Stürmer zurück in Hamburg. Erst bewahrte er den Verein vor dem Abstieg, in der anschließenden Saison startete man ordentlich, baute jedoch später stark ab. Zuvor war Thorsten Fink von Oktober 2011 bis September 2013 fast zwei Jahre Trainer in Hamburg. Damit war er einer der wenigen, die sowohl eine Saisonvorbereitung als auch den letzten Spieltag auf der Bank erlebten.

Hannes Wolf erfahren im Aufstiegsrennen

Der Start des neuen Trainers hätte nicht besser laufen können. Nach dem Sieg in Magdeburg und dem Pokalerfolg bei Drittligist Wehen Wiesbaden, gewann der HSV auch das Top-Spiel gegen den 1. FC Köln – und das trotz personeller Probleme. Für den gesperrten Bates kam Leo Lacroix ins Team. Der Schweizer stand bei einigen Spielen zuletzt nicht einmal im Kader. Der ehemalige U21-Nationalspieler hatte sich das bei seinem Wechsel sicherlich anders vorgestellt. So ist es unwahrscheinlich, dass der 26-Jährige in absehbarer Zeit zu einem A-Länderspiel kommt. Die Schweiz hat nach der erwarteten Niederage gegen Belgien kaum noch Chancen auf den Gruppensieg in der Nations League. Zwar liegt man punktgleich mit Belgien an der Tabellenspitze. Die Belgier haben jedoch neben dem Rückspiel in der Schweiz noch eine Partie gegen die bereits abgestiegenen Isländer. In Hamburg erwartet man das Gegenteil: den Aufstieg. Deshalb dürften die Fans und Verantwortlichen hoffen, dass Wolf nicht Teil der langen Liste von Trainern wird, für die der HSV nur eine kurzes Intermezzo war. Im letzten Jahrzent endete für neun Trainer das Engagement in Hamburg im selben Jahr, in dem es begonnen hatte. Mit Bernd Hollerbach und Christian Titz geschah dies allein in diesem Jahr bereits zweimal. Die ersten Ergebnisse deuten darauf hin, dass dies im Fall von Wolf nicht passiert.

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